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Eine '''Fachsprache''', auch '''Technolekt''', ist die für ein bestimmtes Fachgebiet oder für eine bestimmte Branche geltende Sprache.

Die Fachsprachen bauen auf der Gemeinsprache auf und stehen mit ihr in einer Wechselbeziehung. Zur Fachsprache gehören kennzeichnend vor allem e und , das . Es ist außerhalb des Fachgebietes sehr ungebräuchlich oder einzelne Wörter haben in ihm eine andere Bedeutung als gemeinsprachlich. Auch Grammatik und Intonation können sich unterscheiden.

Von den Fachsprachen unterscheidet man die n und die sogenannten s als Sprachen bestimmter sozialer oder beruflicher Kreise. Als Jargon wird die Fachsprache zum '''Fachjargon''' oder distanziert, aber noch respektvoll zum '''Fachlatein''' und etwas abwertend zum '''Fachchinesisch'''.

Merkmale

Fachsprachen gehören zu den standardisierten . Sie haben auch die Funktion von Gruppensprachen und n der jeweiligen Fachleute, unterscheiden sich jedoch durch die erwähnte Standardisierung bzw. Normierung von den übrigen nicht standardisierten Gruppen- und Umgangssprachen.

Die weitgehende Normierung soll heute vor allem auch zu führen. Solche Fachsprachen werden auch als bezeichnet. Die Fachsprachenforschung als Teil der zielt darauf ab, die fachsprachliche Kommunikation in verschiedenen Bereichen und unter verschiedenen Bedingungen zu verbessern.

Ein Fachjargon hat aus Sicht zwei Funktionen. Zum einen bezeichnet er innertheoretisch Sachverhalte präzise, um darüber kommunizieren zu können. Zum zweiten kann er für die Gruppe ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln.

Ein einzelner Fachbegriff einer Fachsprache wird auch oder kurz Terminus genannt. Die Gesamtheit aller Termini eines Gebietes bildet eine . Terminologien können beispielsweise in einem , einem oder einem formuliert sein.

Viele Termini und Fachsprachen sind durch Fortschritte der Wissenschaft in rascher Entwicklung begriffen. Der in verschiedenen Disziplinen ändert sich auch dadurch, dass immer mehr ? vor allem ? in Gebrauch kommen.

Experten eines bestimmten Fachgebietes werden von Laien nicht richtig verstanden, weshalb ihre Fachsprache als ''Fachjargon'' oder auch als ''Fachchinesisch'' bezeichnet wird. ?Chinesisch? steht hier für ?unverständlich?. Eine abgeschwächte Variante davon ist ''Fachlatein'' ? in der Regel nicht abwertend gemeint, sondern gemischt aus distanzierten und respektvollen en. Ursprung des Begriffs ist, dass im europäischen Mittelalter die Gelehrten aller europäischen Universitäten grundsätzlich in Latein schrieben und diskutierten. als eine Sprache der Wissenschaft hat sich in der Terminologie bis heute in und Medizin erhalten. Auch in den sind zahlreiche lateinische Ausdrücke nach wie vor in Verwendung.

Kritik

So wünschenswert die Übersetzung von Fachbegriffen in eine verständliche Sprache ist, birgt sie doch auch Gefahren. Anschaulich hat das in seinem Buch über die englischen Kathedralen geschrieben:
{{Zitat

 |Text='''Glossar''': Der l�stige Versuch, das dem Autor zu gel�ufige Fachchinesisch umst�ndlich in (un)-verst�ndliches Hochdeutsch zu �bersetzen, wobei das �bersetzen, wie bei der F�hre �ber den Kanal, die Gefahr von Seekrankheit und Gep�ckverlusten mit sich bringt.
 |ref=}}

Andererseits liegt die ?Allgemeinverständlichmachung? der Inhalte, die durch eine Fachsprache ausgedrückt werden (sollen), meist im Interesse der Wissenschaftler, Autoren und Publizisten. Dies gilt nicht für diejenigen, die sich bewusst von der allgemeinen Gesellschaft abzugrenzen wünschen (??) oder die mit Hilfe von Wortwahl eine zu verbreiten oder eine Geheimlehre (siehe ) zu bewahren suchen.

Beispiele

Einige Fachsprachen heben sich besonders deutlich von der Umgangssprache ab. Beispiele hierfür sind:

Manche fachsprachliche Bezeichnungen stammen überwiegend aus bestimmten Sprachen, beispielsweise
  • hauptsächlich aus dem
  • hauptsächlich aus dem Englischen
  • und in der , medizinische und juristische Fachsprache aus dem Lateinischen und Griechischen

Verwandte Begriffe

Eine ist ein Spezialfall einer Terminologie, in der die Benennung von Objekten in einem bestimmten Themengebiet durch Richtlinien festgelegt ist (beispielsweise die in der Biologie oder die ).

Als , Vokabular oder Lexikon bezeichnet man die Gesamtheit aller , deren eine Person mächtig ist oder die zu einer bestimmten gehören.

Als Terminologie bezeichnet man die Gesamtheit aller und en (Termini) einer Fachsprache, beziehungsweise die Fachsprache selbst. Die 2342 trifft nähere Festlegungen zur Terminologie.

Siehe auch

Literatur

  • Wilfried Apfalter: ''Griechische Terminologie. Einführung und Grundwissen für das Philosophiestudium.'' Alber, Freiburg / München 2019, ISBN 978-3-495-49010-5.
  • Karl-Heinz Bausch, Wolfgang H. U. Schewe, Heinz-Rudi Spiegel: ''Fachsprachen: Terminologie, Struktur, Normung.'' Hrsg. von DIN Deutsches Institut für Normung. Beuth, Berlin 1976.
  • DIN 2342-1: ''Begriffe der Terminologielehre; Grundbegriffe''.
  • Hans-R. Fluck: ''Fachsprachen''. A. Francke Verlag, Tübingen und Basel 1996, ISBN 3-7720-1294-9.
  • Fritz Clemens Werner: ''Wortelemente lateinisch-griechischer Fachausdrücke in den biologischen Wissenschaften''. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 1997, ISBN 3-518-36564-9.
  • Thorsten Roelcke: ''Fachsprachen''. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-503-07938-6.
  • , Helmut Kreuzer (Hrsg.): ''Fachsprache und Fachliteratur.'' Göttingen 1983.
  • Gerold Schmidt: ''Sprachwandel und Sprachneubildung durch die Vereinigung Europas''. In: ''Muttersprache. Zeitschrift zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache.'' Wiesbaden, 84. Jg. 1974, S. 409?419.
  • Peter Dilg, Guido Jüttner: ''Pharmazeutische Terminologie. Die Fachsprache des Apothekers.'' Frankfurt am Main 1972.
  • ''Fachsprache ? International Journal of Specialized Communication''. facultas.wuv, Wien .

Weblinks

Einzelnachweise